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Improvisation an Notenblatt anpassen
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Eine Improvisation ist ein live gespieltes Stück.


Beispiel einer Improvisation (Mozart): im Original 3/4 Takt
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Es fehlen Informationen um das Lied korrekt als Notenblatt (keine oder falsche Takte) darzustellen. Kleine Tempounterschiede und minimale Spielfehler verursachen Abweichungen vom Tempo, die in einem Notenblatt die Noten an ungewünschten Positionen plazieren würden.

Diese Operation versucht nicht Fehler zu korrigieren, sondern das MIDI Lied mittels vorgegebener Taktmarkierungen auf die richtigen Taktstellen zu positionieren ohne dabei das Spiel merklich zu verändern. Je mehr Taktpositionen genau eingetragen sind desto besser wird die Darstellung auf einem Notenblatt sein.


Beispiel zum Editieren der Taktmarkierungen
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Beispiel der mit dieser Funktion angepassten Improviation (wobei das MIDI Lied nach der starken Korrektur noch immer gleich spielt!)
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Format der Taktmarkierungen

Die Taktmarkierungen müssen vor der Benutzung dieser Funktion in die MIDI Datei eingefügt werden. Taktmarkierungen sind ganz einfach Textbefehle, die an den richtigen Stellen (wo die Takte beginnen) eingefügt werden und nur die Taktinformationen enthält:

Beispiele

4/4
3/4
1/4
6/8

Hinweis: Die Taktinformationen dürfen sonst keine Buchstaben oder andere Informationen vor den Takteinheiten enthalten (z.B: T4/4 oder 4:4 gilt nicht). Die Taktinformationen dürfen hinter der Taktlänge andere Texte und Zeilentrenner enthalten (z.B: 1/4 Takt 1). Es darf nur eine Taktinformation pro Textfeld enthalten sein (4/4 3/4 gilt nicht).

Taktmarkierungen einfügen

Das Einfügen funktioniert mit dem Karaokeeditor am besten, wenn für das Anpassen ein Kanal mit besonders leicht wiederfindbaren Noten, die hautsächlich an Takten beginnen, gewählt wird. Da müssen sie nur bei genau diesen Noten die richtige Taktlänge eintragen
4/4

Mit dem Synchronisierungseditor funktioniert das Einfügen auch, dabei sollte man aber die Zeitpunkte der Taktanfänge sehr genau treffen, was sehr oft nicht gelingt. Wenn schon Karaoketext vorhanden ist dann stören diese bei der Synchronisierung von Takten.

Hinweis: Es müssen mindestens zwei Taktmarkierungen von zwei hintereinanderfolgenden Takten eingetragen werden, damit GNMIDI die ungefähre Taktlänge kennt und die fehlenden Taktmarkierungen durch Schätzungen eintragen kann. Optimale Ergebnisse erhält man, indem alle Takte eingetragen werden. Vor allem bei starken Temposchwankungen sind Taktmarkierungen notwendig um die neue Taktlänge zu kennen.

Hinweis: Wenn gar keine oder zu wenige Taktinformationen eingetragen sind, dann kommt der Hinweis, dass mehr Taktinformationen benötigt werden.

Hinweis: GNMIDI versucht mittels Tempoänderung die logische Taktbreite an die richtige Taktbreite ohne die Dauer zu ändern. Tempo ist jedoch auf einen Wertebereich von 8-500 bpm beschränkt. Falsche Taktinformationen können daher verursachen, dass ein sehr kurzer Bereich auf einen sehr langen Bereich gedehnt werden muss z.B. gespielte 1/96 auf 4/4, in solchen extremen und (falsch eingetragenen) Fällen kann es vorkommen, dass das Tempo nicht mehr im Wertebereich liegen würde und dann gibt GNMIDI auf. Versuchen sie die Improvisation möglichst genau im gedachten Notenblatt zu spielen, und versuchen sie alle Takte genau zu setzen. Erzwingen sie nicht sehr kurze gespielte Bereiche auf lange Takte zu passen und umgekehrt.

Hinweis: Besonders der erste Takt bzw. der unvollständige Rest zwischen Start der MIDI Datei und der ersten Taktmarkierung (oder erste Note) ist sehr kritisch. Auch dieser Restbereich muss auf einen gültigen Takt angepasst werden, denn ein Notenblatt erlaubt keine unausgerichteten Anfänge. Es ist günstig für diesen Bereich kleinere Taktwerte zu wählen (z.B: 1/4) um das Risiko beim Tempo außerhalb des Wertebereichs zu kommen, zu minimieren.

Vorsicht: Jeder MIDI Takt vor dem ersten angegebenen MIDI Takt ist standardmäßig 4/4!

Kontrolle

Zur Kontrolle laden sie die neu erzeugte MIDI Datei in einen MIDI Sequenzer oder Software mit Notenblattdruckmöglichkeit.
Prüfen sie ob die Noten korrekt auf die Takte passen (wenn von einem Originalnotenblatt gespielt wurde dann vergleichen sie die Takte).
Falls Noten auf einem Takt ungenau positioniert sind, die am Taktanfang sein sollten (entweder mitten drinnen beginnen oder über den Takttrenner hinüber stehen) dann korrigieren sie die Taktinformation für diese Notenposition (entweder alte Taktinformation ändern bzw. verschieben oder falls keine für diesen Takt enthalten war dann an dieser Stelle eine neue genaue Taktinformation eintragen).

Hinweis: GNMIDI stellt das Notenblatt nicht dar, sie benötigen daher fremde Software zum Darstellen und Drucken von Noten.

Hinweis: Echte Spielfehler werden mit dieser Funktion nicht korrigiert. Wenn zwei Noten an derselben Taktposition beginnen sollten, aber bei der Improvisation die Abweichung vom Timing zu stark war, dann sieht man den Fehler wahrscheinlich im Notenblatt. Spielen sie entweder genauer oder korrigieren sie den Fehler nachträglich mit einem MIDI Sequenzer oder mit der ASCII Konvertierung.